Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Essig m.
Gen. Sg. Essigs
Nom. Pl. Essige

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied

  • Essigsorte f. Sorte des Essigs Ganz und gar aus Ribbecker Birnen sind die Essigsorten, die Janko von Ribbeck, der als Heilpraktiker arbeitet, herstellen lässt (Der Tagesspiegel, 03.12.2004). - Das Gericht bejaht die Frage, daß neben der auf die ersten beiden Arten gewonnenen auch die unter 3. beschriebene Essigsorte Anspruch auf die Bezeichnung "Naturessig" habe (Die Branntweinwirtschaft, 1955).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied

  • Essigbilder m. Gefäß für die Essigzubereitung Sie bedient sich hauptsächlich eines Gemisches von Spiritus und Wasser (etwa 20 Lit. Branntwein von 50 Proz. Tr., 20 Lit. E. und 60 Lit. Wasser, zuweilen mit wenig Malzauszug, Bier oder Wein) und oxydiert dies in Essigständern (Essigbildern, Gradierfässern). Dies sind aufrecht stehende eichene, 2–4 m hohe, 1–1,3 m weite, oben offene Fässer, über deren Boden in einer Höhe von 20–30 cm etwa sechs 3 cm weite Löcher in die Dauben gebohrt sind (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essig).
  • Essigbildner m. Gefäß für die Essigzubereitung Beim Generatorverfahren wird der Gäransatz (Alkoholkonzentration maximal 5%) in einem mit Buchenholzspänen gefüllten Essigbildnerumgepumpt (Hiersig,Produktionstechnik - Verfahrenstechnik, 1995). - Sie wird beim Schnellessigverfahren dadurch erzielt, daß durch die Wärmeentwicklung des Dehydrierungsvorganges die Luft im Innern der Essigbildner emporsteigt, wobei stets frische Luft von unten angesaugt wird (Langenbeck, Lehrbuch der Organischen Chemie, 1938).
  • Essigfass n. Fass für die Aufbewahrung von Essig Ein großer Teil kommt ins Essigfaß (Berliner Zeitung, 08.08.1997). - Glauben Sie, ich hielte das Leben in dieser kleinen toten Stadt, bei der unaufhörlich sterbenden Alten, zwischen Salzsäcken und Essigfässern aus, wenn mir dies Äußere nicht völlig gleichgültig wäre? (Rinser, Mitte des Lebens, 1950).
  • Essigfläschchen kleine Flasche für die Aufbewahrung von Essig Diese hielten am 1. Juli 1753 auf den Berg, bewaffnet u. A. mit Kompass, Thermometer und einem Essigfläschchen, für den Fall, dass die Atemluft in dieser enormen Höhe doch etwas zu dünn würde (https://de.wikipedia.org/wiki/Snæfellsjökull, gesehen am 03.05.2013). - Hier hat auch, an der Ofenwand, das Essigfläschchen seinen Platz (Hunziker, Das Schweizerhaus nach seinen landschaftlichen Formen und seiner geschichtlichen Entwicklung, dargestellt, 1910).
  • Essigflasche f. (1) Flasche für die Aufbewahrung von Essig Nur einige ordentlich gestapelte Senfgläser und Essigflaschen - alle von der gleichen Marke - stehen in den Regalen (Berliner Zeitung, 15.08.2000). - Trink- oder Kochgefäße sowie Bier- oder Essigflaschen oder andere für Lebensmittel vorgesehene Behältnisse dürfen keinesfalls zur Aufbewahrung anderer Stoffe dienen (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).
  • Essiggefäß n. Gefäß zur Herstellung von Essig Der Gebrauch als Essiggefäß bei Tisch, der durch eine mögliche Benennung mit acetabulum nahegelegt wird, kommt schon wegen der offenen Form wohl kaum in Frage (Mangoldt, Der Silberschatz von Brusa/Bursa im British Museum, 2005). - Daß man seinen Nachbarn hier wie am Einzeltisch beim Zureichen der Speisen, der Salz- oder Essiggefäße usw. behilflich ist, gehört zu den allgemeinen guten Tischsitten (Oheim, Einmaleins des guten Tons, 1955).
  • Essiggeschirr n. Geschirr zur Aufbewahrung von Essig Helena und noch verschiedene andere Heilige; oben der Erlöser, das Blut aus seiner Seite mit einem Kelch auffangend, rings um ihn Engel mit dem Kreuz, Speer, Essiggeschirr, Schwamm u. dergl. (Hartmann, Die St. Lorenz-Kirche zu Nürnberg, 1904).
  • Essiggestell n. Gestell für die Aufbewahrung von Essig Weitere Vertreter dieser Fayencen befinden sich in den Museen von Basel und Bern (Öl- und Essiggestell) und wohl auch in anderen schweizerischen (Anzeiger für schweizerische Altertumskunde, 1920).
  • Essigglas n. Glas für die Aufbewahrung von Essig Zum Essigangebot gehört übrigens auch ein Sechserpack Essiggläser von Riedel um 300 Franken (Bracharz, Esaus Erfüllung, 1995). - Im 17. Jahrhundert wurden in Sonnenwald folgende Glasarten erzeugt: Bier- und Tafelglas, Essiggläser, Opferkännchen und Glaskugeln und sehr viel Scheibenglas (Heimatgaue 13, 1933).
  • Essighafen m. Gefäß für die Aufbewahrung von Essig hinten auf dem Herd stand der Essighafen (Wörter und Sachen 13, 1932).
  • Essigkännchen n. kleine Kanne zur Aufbewahrung von Essig Seine gedrungenen, kompakten Hände ersetzen die Glocke durch einen Porzellanuntersetzer, zu dem sich ein Essigkännchen gesellt (Thubron, Reiseabenteuer im Schatten der Seidenstraße, 2013). - Dieser arme, elternlose Junge namens Dietegen hatte sich von einem Juden gegen ein silbernes Essigkännchen, das seinem bösen Vormund, dem Stadtvogt gehörte, eine Armbrust aufreden lassen (Olbrich, Der Romanführer, 1960).
  • Essigkolben m. kolbenförmiges Gefäß für die Herstellung von Essig Ein Essigkolben voll Whisky, zwei andre voll Wasser, Flinten und Revolver, Brot und Schinken, und mein Skizzenbuch waren am folgenden Morgen, der einen Tag voll südlichen Frühlingssonnenglanzes einleitete, rasch beisammen (Eyth, Im Strom unserer Zeit, 1904-05).
  • Essigkrug m. (1) Krug für die Aufbewahrung von Essig Essigfass und Essigkrug gehörten bis ins 19. Jahrhundert zur Standardausstattung eines jeden Haushalts (Hellmiß, Natürlich heilen mit Apfelessig, 2009). - Der Essigkrug zählte zur unentbehrlichen Ausstattung der Küche (Wettbewerbs- und Absatzverhältnisse des Handwerks in historischer Sicht, 1967).
  • Essignäpfchen n. Napf für die Aufbewahrung von Essig Der medizinische Fachbegriff leitet sich von seiner Ähnlichkeit mit einem Essignäpfchen (lat. acetum „Essig“) ab, wie es im antiken Rom auf jeder Tafel zu finden war (https://de.wikipedia.org/wiki/Acetabulum_(Anatomie), gesehen am 03.05.2013). - acetabulum, frei nach oxybaphon, die Sauciere (ein Essignäpfchen, zum Eintauchen der Bissen) (Mauthner, Wörterbuch der Philosophie, 1910).
  • Essigschale f. Schale mit Essig In einer anderen Beweinung von ihm setzt er Dornenkrone, Nägel und Essigschale ins Bild (Kropiunigg Indianer weinen nicht, 2003). - Der sorgenvolle Leibarzt tauchte immer wieder ein Tuch in die Essigschale und befeuchtete die spröden, von weißlichem Fieberschorf überkrusteten Lippen des Kranken (Ganghofer, Der Ochsenkrieg, 1914).
  • Essigschüssel f. Schüssel mit Essig Hie und da eine Essigschüssel auf dem Ladentisch, das Geld hineinzuwerfen (Briese, Angst in den Zeiten der Cholera, 2003). - Es erschien der Leibarzt mit dem Heiltrank; hinter ihm zwei Diener mit der Essigschüssel und den Tüchern (Ganghofer, Der Ochsenkrieg, 1914).
  • Essigschwamm m. mit Essig getränkter Schwamm, wie man ihn Jesus am Kreuz reichte Neben den Frauen und Johannes sind Longinus mit der Lanze, Stephaton mit dem Essigschwamm, die beiden Schächer sowie die würfelnden Kriegsknechte Bestandteil der Komposition (Olbrich, Lexikon der Kunst, 1994). - und da sie nichts von seinem Schicksal wußten, / so logen sie ein anderes zusamm, / fortwährend waschend. Eine mußte husten / und ließ solang den schweren Essigschwamm / auf dem Gesicht (Rilke, Leichen-Wäsche, 1908).
  • Essigständer m. Gestell für die Herstellung von Essig Die Essigständer, von denen je 2–4 eine Gruppe bilden, sind mit einem Deckel verschlossen, der eine Öffnung zum Eingießen des Essiggutes und zum Austreten der Luft besitzt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essig).
  • Essigtopf m. Topf für die Aufbewahrung von Essig Katharina hingegen wirkte immer noch wie jemand, der in einen Essigtopf gefallen war (Lahmer, Knochenfinder, 2012). - Sie saß und blieb eingefroren in ihrer Hülle von Melancholie und Verachtung der Welt, starrte in das Leben als wäre es ein Essigtopf und zog den Mund immer schiefer (Vesper, Porzellan, 1921).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied

  • Essigferment n. Ferment zur Herstellung von Essig Dieser Versuch erregte großes Aufsehen, verhielt sich doch das Platin unter Bedingungen, die der biologischen Essigsäuregärung entsprachen, wie das Essigferment (Warburg, Schwermetalle als Wirkungsgruppen von Fermenten, 1949).
  • Essigmesser m. Gerät zur Bestimmung des Essigsäuregehalts Azetometer oder Azetimeter, Essigmesser, Instrument, um die Stärke des Essigs, d.h. dessen Gehalt an wirklicher Essigsäure, zu ermitteln (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Azetometer).
  • Essigwaage f. Waage für Essig Den Gehalt des Essigs an Essigsäure kann man nicht mittels des Aräometers (Essigwage) bestimmen, weil dessen Angaben auch durch den Gehalt des Essigs an allerlei Extraktivstoffen beeinflußt werden, die das spezifische Gewicht erhöhen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essig).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Tuchbezeichnung als Hinterglied

  • Essigtuch n. mit Essig getränktes Tuch Sie hatte Essigtücher auf die Stirne von Fiebernden gelegt (Cronberg, Das Efeuhaus, 2013). - Inzwischen sind Belebungsversuche zu machen, und zwar: Öffnen der Fenster und Erwärmung des Zimmers; Einleitung der künstlichen Atmung; Auflegen erwärmter Senfteige auf die Brust und auf die Extremitäten; Reiben mit weichen Bürsten und Essigtüchern, Kampferspiritus, auch mit wollenen erwärmten Tüchern (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Leichenschau).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied

  • Essigfabrik f. Fabrik zur Herstellung von Essig An die Essigfabrik G. F. Rund erinnert noch deren Firmenschild (https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Mertz, gesehen am 03.05.2013). - Vor der Essigfabrik stand auch heute ein Posten - der vorgeschobenste Posten von Westhofen (Seghers, Das siebte Kreuz, 1942).
  • Essiggewölbe n. Raum für die Herstellung von Essig Ich hatte einen Blick in den Nebenraum werfen wollen, da war, wie ich wußte, das Essiggewölbe (Bischoff, Augenblicksbilder aus einem Jugendleben, 1905).
  • Essigladen m. Ladengeschäft für Essig und Essigfrüchte Der Bürger Goullin, der Besitzer eines Senf- und Essigladens, stand an den Tisch gelehnt und nahm die Glückwünsche, Ratschläge und Abschiedsgrüße seiner Freunde entgegen (Perutz, Mainacht in Wien, vor 1957).
  • Essigstube f. Stube, in der Essig hergestellt wird Es beginnt beim naturnahen Anbau der Grundweine, geht weiter beim bewusst sanften Ausbau der Essige in der Essigstube und endet noch lange nicht beim Füllen in mundgeblasene Flaschen und Flakons (Eigenbrodt,Rhein-Neckar klassisch und neu, 2015). - Die Essigstube muß sehr gleichmäßig und am besten auf 20–24° erwärmt werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied

  • Essigfabrikant m. Besitzer einer Essigfabrik Bei dem Verurteilten handelt es sich um einen Essigfabrikanten, der fünf Millionen Mark erpressen wollte (Berliner Zeitung, 24.02.1998). - Vor zehn Jahren hatt ich nichts – außer einer lebenden Tante, der Witwe eines Essigfabrikanten (Hartleben, Rosenmontag, 1900).
  • Essigkrämer m. jemand, der mit Essig und Essigfrüchten handelt Dann hätten die Essigkrämer also wieder einmal goldene Zeiten, meinte Horn mit finsterem Spott, als sie gingen (Schaper, Glückselige Schuldner, 1954).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied

  • Essigbrauer m. jemand, der Essig herstelltDas Diktum eines Rezensenten gilt zwar dem 1973 herausgekommenen Familienfilm „Das Fliegende Klassenzimmer", aber die darin skizzierte Geheimformel der künstlichen Alterung müssten die Essigbrauer zu Modena und überall auf der Welt eigentlich sehnlichst herbeiwünschen (Der Tagesspiegel, 11.07.2003). - Unterwegs unterrichtete ihn Winter, wie er sich bei dem Essigbrauer nehmen; daß er nicht "Guten Abend", und, wenn er wegginge, nicht "Gute Nacht" sagen sollte (Schmidt, Dya na sore: Gespräche in einer Bibliothek, 1958).
  • Essighändler m. jemand, der mit Essig und Essigfrüchten handelt Natürlich bildeten die Cognac-Händler die örtliche Aristokratie und schauten auf den Essighändler herab (Die Zeit, 08.03.1996). - In Ägypten soll es ein Sprichwort geben: "Der Essighändler liebt nicht den Essighändler" (Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft 39, 1911).
  • Essigmacher m. jemand, der Essig herstellt Als Basis für den Uressig benötigt der Essigmacherzwei der ältesten Getreidesorten (Die Zeit, 13.06.2013). - In einem solchen Abhängigkeitsverhältnis standen in Nürnberg die Hefner und Essigmacher zu den Bierbrauern (Kaufmann, Rezeption und usus modernus der actio legis Aquiliae, 1958).
  • Essigverkäufer m. jemand, der mit Essig und Essigfrüchten handelt Der Essigverkauf war hauptsächlich ein Straßengewerbe wie die verschiedenen Abbildungen der Essigverkäufer zeigen (Wüstenfeld, Lehrbuch der Essigfabrikation, 1930).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied

  • Essigbereitung f. Herstellung von Essig Für die Essigbereitung verwendete Herbert zunächst steirischen Wein, dann einen schweren Wein aus Venetien (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Michael_von_Herbert, gesehen am 03.05.2013). - Für den zur Essigbereitung benutzten Branntwein sollen Vergütungen nicht gezahlt, dagegen ein besonderer Schutz für den Gärungsessig eingeführt werden (Berliner Tageblatt, 03.03.1909).
  • Essigbildung f. Entstehung von Essig aus Alkohol Durch regelmässiges Umrühren wird die Essigbildung begünstigt (Obst- und Weinbau 142, 2006). - Bei der allgemeinen gebräuchlichen biologischen Essigbildung dienen die Fermente der Essigbakterien (bacterium aceti, bacterium orleanense u. a.) als Katalysatoren (Langenbeck, Lehrbuch der Organischen Chemie, 1938).
  • Essigbrauerei f. (2) Fabrik zur Herstellung von Essig Zugleich wird in einer Berliner Essigbrauerei das Rezept für "Gurkentopf – das Original" entdeckt (Die Zeit, 13.02.2014). - Welche Veränderungen haben sich während dieses Zeitraumes jedoch in der Hamburger Fischindustrie und damit in Verbindung auch bei den Essigbrauereien abgezeichnet? (Allgemeine Fischwirtschaftszeitung 15, 1963).
  • Essigdarstellung f. Herstellung von Essig 1862 veröffentlichte er ein neues Verfahren der Essigdarstellung, und später arbeitete er über das Bier (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Pasteur).
  • Essigdestillation f. Destillation von Essig Die deutsche Wermutweinindustrie sowie die Betriebe der Wein- und Essigdestillation, die wiederum ständige Verbindungen mit der deutschen Konservenindustrie unterhalte, nähmen beträchtliche Mengen italienischer Grundweine ab (Die Branntweinwirtschaft 75, 1953).
  • Essigerzeugung f. Herstellung von Essig In der Getreide- und Kartoffelbrennerei werden stärkehaltige Agrarrohstoffe wie Kartoffeln und Getreide zu Agraralkohol für den Genuss, die Medizin, Pharmazie und Kosmetik sowie zur Essigerzeugung verarbeitet (https://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffelbrennerei, gesehen am 03.05.2013). - Poysdorf, Marktflecken in Niederösterreich, Bezirksh. Mistelbach, an der Linie Enzersdorf-P. der Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn, Sitz eines Bezirksgerichts, hat eine Kirche mit hohem Turm, Obst- und Weinbau, Bierbrauerei, Essigerzeugung, besuchte Märkte und (1900) 2874 Einw. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Poysdorf).
  • Essigfabrikation f. Herstellung von Essig Es wird heute als Essighaus bezeichnet, da in den in späteren Jahren hier auch eine Essigfabrikation war (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Esich_(Historiker), gesehen am 03.05.2013). - Salurn, Dorf in Tirol, Bezirksh. Bozen, am linken Ufer der Etsch, in die hier der Titschbach (mit Wasserfall) mündet, an der Südbahnlinie Kufstein-Ala, hat eine alte romanische Kirche, Weinbau, Weinhandel, Essigfabrikation (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Salurn).
  • Essiggärung f. Entstehung von Essig aus Alkohol Die häufig – fälschlicherweise – vertretene Meinung, die gebildete Essigsäure stamme von einer Essiggärung, stimmt nicht (https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerteig, gesehen am 03.05.2013). - Bei richtig geführtem Verlauf der Essiggärung hat man deshalb auf eine genügende Luftzufuhr besonders zu achten (Langenbeck, Lehrbuch der Organischen Chemie, 1938).
  • Essiggewinnung f. Herstellung von Essig Im ersten Teil des vierten Buchs werden Anlage und Pflege von Weingärten sowie die Wein- und Essiggewinnung besprochen (Isphording,Kräuter und Blumen, 2008). - Verdünnter Alkohol geht bei Gegenwart des Essigferments an der Luft gleichfalls in E[siggsäure] über, und darauf beruht die Essiggewinnung (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essigsäure).
  • Essigmischung f. Mischung mit Essig Die Hitze reduzieren und die Essigmischung etwa 10 Min. sirupartig einköcheln lassen (Purviance,Weber's Wintergrillen, 2014). - Schnelle energische tierärztliche Behandlung ist sehr wertvoll (bis zur Ankunft des Arztes hungern lassen, Einstellen der Füße in kaltes Wasser oder kalten Lehmbrei mit Essigmischung) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hufkrankheiten).
  • Essigproduktion f. Herstellung von Essig Die Essigproduktionist beinahe schon ein Anachronismus, zumindest exotisch in einer Epoche, in der die Halbwertzeit von Produkten aller Art steil nach unten zeigt (Berliner Zeitung, 24.01.2004). - Zu erwähnen sind ferner die Spiritusindustrie (251 Brennereien mit einer Produktion von 399,000 hl), die Malz- und Preßhefenerzeugung, die Schokolade- und Kanditenfabrikation, die Kaffeesurrogaterzeugung, die Likör- und Essigproduktion, das Mühlengewerbe (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Böhmen).
  • Essigsiederei f. Fabrik zur Essigherstellung Sein erster Erwerb war 1814 noch für seinen Vater das Gut Niederbarkhausen, auf dem er 1814 eine Essigsiederei, 1816 eine Weizenmühle, 1817 eine Töpferei und in den 1820er Jahren ein Kohlebergwerk errichtete (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_Tenge, gesehen am 03.05.2013). - Moguer (spr. -gēr), Bezirkshauptstadt in der span. Provinz Huelva, am Mündungsbusen des Rio Tinto, hat mehrere Klöster, Weinbau, Branntweinbrennerei, Essigsiederei, einen Hafen, bedeutende Weinausfuhr und (1900) 8455 Einw. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Moguer).
  • Essigstich m. Verderbnis von Wein oder Bier durch das Eindringen von Essigpilzen Der als Essignote, Essigstich oder auch flüchtige Säure bekannte Weinfehler entsteht durch einen zu hohen Anteil der Essigsäure (https://de.wikipedia.org/wiki/Säure_(Wein), gesehen am 03.05.2013). - Essigstich, Krankheit des Weines und Bieres, entsteht durch Ansiedelung des Essigpilzes, Bacillus aceticus, der bei Luftzutritt den Alkohol des Weines und Bieres teilweise in Essigsäure verwandelt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied

  • Essigbeize f. essigsaure Marinade Aus dem gleichen Grund legte man Fleisch in Essigbeize ein oder es wurde geräuchert (Hofer,Kaiser Heinrich II.: das Leben und Wirken eines Kaisers, 2002). - 1 bis 2 Tage in Essigbeize oder Rotwein legen (Wir kochen gut, 1963).
  • Essigbraten m. in Essig gebeizter Braten, SauerbratenLende als Essigbraten. Eine Lende ohne Knochen und Fett, jedoch nicht gehäutet, wird in einen Steintopf gelegt, dann giebt man dazu: 1 Handvoll Salz, 1 l Essig. 1 Theelöffel voll Pfefferkörner, 2 nußdicke Zwiebeln, 1 Lorbeerblatt (Wehrfritz, Die Küche im deutschen Bürgerhause, 1901).
  • Essigbrühe f. mit Essig gewürzte Brühe Die Essigbrühe heiß über die noch warmen Kartoffelscheiben geben (Schreiner, Jumbos Grillbuch, 2010). - der alte Vater ließ ein Krüglein roten Wein auftragen, nannte ihn Tiroler und tat, als hätt er süßen Met, dieweil er mir doch schier wie eine Essigbrüh fürkam (Christ, Mathias Bichler, 1914).
  • Essigfrucht f. in eine Essig-Zucker-Lösung eingelegte Frucht Ein Mann reichte seinem Gast Essigfrüchte und Oliven (Arous, Die Freigebigkeit in der alten arabischen Literatur, 2006). - Einige Schalotten und Essigfrüchtekleinschneiden (Schwarz, Gepflegte Gastlichkeit,1967).
  • Essiggurke f. in Essig eingelegte kleine Gurke Dann steht ein Glas Essiggurken neben mir und wird im Laufe des Tages langsam konsumiert (Berliner Zeitung, 17.01.2004). - Hecht auf Sevilla-Art = Hechtschnitten, gespickt mit Sardellenstreifen und Essiggurken, in Reibebrot gerollt, grilliert; Tomatensoße mit Streifen von Paprikaschoten (Kölling, Fachbuch für Kellner, 1956).
  • Essighonig m. Sirup aus Essig und Honig Leicht abführend wirken vegetabilische Arzneien der verschiedensten Art, z. B. die Runkelrübe, Kohl, Melone, Sauerampfer, teils für sich, teils gemischt, z. B. mit Essighonig, teils ganz, teils als Absud oder Auszug (Puschmann, Handbuch der Geschichte der Medizin, 1902).
  • Essigmarinade f. Marinade aus Essig Köstliche, grätenfreie, kleine, aber dabei nicht unfleischige Sardinen in Essigmarinade (Der Tagesspiegel, 06.10.2002). - Aalbricke, kleine gebratene Seeaale in Essigmarinade (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Aalbricke).
  • Essigpflaume f. in Essig eingelegte Pflaume Alternative Bezeichnungen sind Essigzwetschken und Essigpflaumen (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigzwetschgen, gesehen am 03.05.2013). - Sowohl zur Erteilung eines bestimmten Geschmackes als auch zur Erhöhung der antiseptischen Momente werden als weitere Zusätze Spirituosen wie Rum, Kognak, Arrak oder auch nur reiner Sprit, ferner Essig (Essigpflaumen) gebraucht, wobei an Zucker etwas gespart werden kann (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Früchte).
  • Essigsirup m. Sirup aus Weinessig und Zucker Die Zwiebeln mit dem Essigsirup beträufeln und warm servieren (Purviance, Weber's Classics, 2014). - Es müssen auch Diuretica, wie gekochte Endivien, Weißpappelwurzel, Eppichwurzel, Lilienstock, oder etwas Absinth mit Essigsirup und ähnliches angewendet werden (Archiv für Geschichte der Medizin 19, 1927).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Produktbezeichnung als Hinterglied

  • Essigäther m. Essigester, Flüssigkeit aus Essigsäure und Äthylalkohol unter Zusatz von Schwefelsäure Die Bezeichnung Ester wurde von dem Chemiker Leopold Gmelin im Jahre 1850 aus dem Begriff „Essigäther“, einem historischen Namen für Ethylacetat, gebildet (https://de.wikipedia.org/wiki/Ester, gesehen am 03.05.2013). - Essigäther oder Essignaphtha, Verbindung von E. mit Äther, farblose Flüssigkeit von angenehmem und erfrischendem, obstartigem Geruch (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Naphtha).
  • Essigcouleur f. essighaltige Lebensmittelfarbe Diese Zuckercouleur bereitet man aus Stärkezucker oder Stärkesirup, der mit etwa 2,5 Proz. Ätznatron und 5 Proz. Wasser (für Essigcouleur mit kohlensaurem Ammoniak) gekocht wird, bis er sich in eine dunkelbraune, sich aufblähende Masse verwandelt hat (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Karamel).
  • Essigessenz f. mit Farb- und Aromastoffen versetzte Essigsäure Das wird alles gut vermengt und mit ein bisschen Salz, Pfeffer, Zucker und ganz ordinärer Essigessenzgewürzt (Der Tagesspiegel, 19.09.2004). - Essigessenzdarf nur noch in 40%iger Konzentration als Lebensmittel gehandelt werden (Grahneis/Horn,Taschenbuch der Hygiene,1967).
  • Essigester m. Flüssigkeit aus Essigsäure und Äthylalkohol unter Zusatz von Schwefelsäure Essigsäureäther (Essigester). Von den Estern, welche die Essigsäure bildet, findet sich Essigsäure-Äthyläther (Essigäther) C2H3O2.C2H5 in geringer Menge im Essig, Franzbranntwein und in einigen Weinsorten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essigsäureäther).
  • Essigextrakt m. Destillationsrückstand bei der zweiten Essigdestillation Aufgrund seiner kühlenden und adstringierenden Wirkung wurde ein Essigextrakt des Roten Hornmohns in der antiken Heilkunde in Tinkturen und Salben zur Behandlung von Entzündungen wie der Ohren, Haut und Augen sowie bei Ödemen verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Hornmohn, gesehen am 03.05.2013). - Zur Unterscheidung von Gärungs- und Essenzessig wird vorgeschlagen, die Aminosäuren durch Extraktion aus dem Essigextrakt mit salzsäure-haltigem Aceton von störenden Substanzen abzutrennen (Angewandte Chemie 71, 1959).
  • Essiggeist m. Aceton Essiggeist, s.v.w. Azeton (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).
  • Essigkahm m. zarte weiße Pilzdecke, die sich während der Essigherstellung bildet Die Essigmutter (auch Essigkahm oder Essigpilz) ist eine gallertartige, Fäden ziehende Masse aus Essigsäurebakterien (Acetobacteraceae), die sich bilden kann, wenn Wein oder andere leicht alkoholhaltige Flüssigkeiten längere Zeit offen stehen gelassen werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigmutter, gesehen am 03.05.203). - Essig (Acetum), Gemenge von Essigsäure (s.d.) mit viel Wasser und sehr geringen Mengen zufälliger fremder Substanzen, entsteht durch Oxydation des Alkohols (Aufnahme von Sauerstoff), wenn man Wein, Bier oder gegorene Obstsäfte bei einer Temperatur von 20-30° der Luft aussetzt, wobei eine überall in der Luft enthaltene, zu den Bakterien gehörige Pilzart (Essigpilz, Essigmutter, Mycoderma aceti) als Ferment wirkt und auf der Flüssigkeit eine zarte, weiße Pilzdecke (Essigkahm) bildet (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Essig).
  • Essigmutter f. (1) bei der Essigbildung entstehende, hefepilzartige Vegetation Die Essigmutter (auch Essigkahm oder Essigpilz) ist eine gallertartige, Fäden ziehende Masse aus Essigsäurebakterien (Acetobacteraceae), die sich bilden kann, wenn Wein oder andere leicht alkoholhaltige Flüssigkeiten längere Zeit offen stehen gelassen werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigmutter, gesehen am 03.05.203). - Die früher zu M. gestellte Essigmutter (M. aceti Pasteur, Ulvina aceti Ktz.). die ebenfalls als Kahmhaut auf gegornen Flüssigkeiten auftritt und den Alkohol zu Essigsäure und Wasser oxydiert, gehört als Bacillus aceti Ktz. zu den Spaltpilzen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Mycoderma).
  • Essignaphtha Essigester, Flüssigkeit aus Essigsäure und Äthylalkohol unter Zusatz von Schwefelsäure Naphtha, leicht flüchtige und sehr entzündliche Flüssigkeit; ursprünglich soviel wie Äther (Schwefeläther, N. vitrioli), dann als Essignaphtha (N. aceti, N. vegetabilis), Salpeternaphtha auch Bezeichnung der zusammengesetzten Äther (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Naphtha).
  • Essigsalz n. vitriolisierter, mit Essig versetzter Weinstein In "Keisers Quecksilberpillen" ("Pillules mercurielles de Keyser)" werde Essigsalz verwendet (Schmiederer, Das Dictionnaire de Chymie von Pierre Joseph Macquer, 2006). - Gibt man ein Essigsalz hinzu, dann soll sich das Gelöste mit dem Essigsalz zu einer schwer trennbaren Verbindung vereinigen (Ramsauer, Die Atomistik des Daniel Sennert, 1935).
  • Essigspirit m. destillierter Essig Für stärkern E[ssig] (Essigsprit) ist ein wiederholtes Aufgeben erforderlich (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essig).
  • Essigsprit m. destillierter Essig Der einfache Speiseessig enthält 2,5%, Einlegeessig 5%, Essigsprit10,5% Essigsäure (Wir kochen gut, 1963).
  • Essigwasser n. mit Essig versetztes Wasser Die Knospen können als "falsche Kapern" in Essigwassereingelegt werden (Berliner Zeitung, 30.07.2005). - Hier werden sie am besten durch mehrere Wochen lang täglich wiederholte Darmeinläufe mit schwachem Seifen- oder Essigwasser entfernt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Madenwurm).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Kopulativkompositum mit Substanzbezeichnung als Hinterglied

  • Essiggalle f. Flüssigkeit aus Essig und Galle Alle / waren zuzuschauen voller Lust, / und sie hielten, daß er nicht verfalle, / gierig ihm die ganze Essiggalle / an sein schwindendes Gehust (Rilke, Kreuzigung, 1908).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied

  • Essigälchen n. ein in Essig lebender Ringelwurm Das Essigälchen (Turbatrix aceti, Syn.: Anguillula aceti) ist ein freilebender, bakterienfressender Fadenwurm (Älchen), der eine Länge von bis zu 2mm erreichen kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigälchen, gesehen am 03.05.2013). - Bisweilen siedeln sich im Essiggut Aaltierchen (Essigälchen) an, welche die Essigpilzdecke durchbrechen und dadurch die Essigbildung beeinträchtigen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Essig).
  • Essigbakterien n.Pl. Bakterien, die aus Alkohol Essig erzeugen Das Orléans-Verfahren ist die Bezeichnung für die offene Herstellungsweise bei der die Ausgangsflüssigkeit mit Essigbakterien geimpft wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Essig, gesehen am 03.05.2013). - Fermente der Essigbakteriendehydrieren nur Alkohol und Aldehyde und sind gegenüber anderen Substraten unwirksam (Langenbeck, Lehrbuch der Organischen Chemie,1938).
  • Essigfliege kleine Fliege aus der Familie der Taufliegen, deren Larven sich in säurehaltigen Flüssigkeiten entwickeln Die Taufliegen (Drosophilidae), auch Obst-, Frucht-, Gär-, Most- oder Essigfliegen genannt, sind eine Familie der Fliegen (Brachycera) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) (https://de.wikipedia.org/wiki/Taufliegen, gesehen am 03.05.2013). - Unzulässig ist z. B. der Verkauf von Eiern (Salmonellen) und Sauerkohl (Essigfliegen) (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied

  • Essigbaum m. Sumach Der Essigbaum oder Hirschkolbensumach (Rhus typhina L.; Syn.: Rhus hirta (L.) Sudw.) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie Sumachgewächse (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigbaum, gesehen am 03.05.2013). - Bäume in möglichst bizarren Formen und Farben, von der vielgeliebten Blautanne über die Trauerweide und die möglichst rotlaubige Hängebuche bis zum Modebaum der „modernen“ Gartenbesitzer, dem Hirschkolben-Sumach oder Essigbaum, der mit seinem grotesken Astwerk in entlaubtem Zustand fast wie eine abstrakte Eisenplastik wirkt (Die Zeit, 13.07.1962).
  • Essigbeere f. Beere des Berberitzenstrauchs Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) auch Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze genannt, ist ein Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Berberitze, gesehen am 03.05.2013). - Es handelt sich um die Berberitze (Berberis vulgaris), die auch, je nach der Gegend, Sauerdorn, Essigbeere, Weinnägelein und Zitzerbeere genannt wird (Gartenwelt 19, 1915).
  • Essigdorn m. Berberitze Im 16. Jahrhundert waren für Berberis vulgaris L. die Bezeichnungen Erbsal, Saurach oder Essigdorn gebräuchlich (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Berberitze, gesehen am 03.05.2013). - Im Volksmund ist die Berberitze auch bekannt unter Essigdornbeere, Sauerach, Sauerdorn, Spitzbeere, Essigdorn (Südwestdeutscher Imker, 1964).
  • Essigrose f. eine Rosenart Die Essig-Rose (Rosa gallica), auch Gallica-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) (https://de.wikipedia.org/wiki/Essig-Rose, gesehen am 03.05.2013). - Für die Tafel werden Blüten der Essigrose kandiert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Rose [1]).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Pilzbezeichnung als Hinterglied

  • Essigpilz m. Mycoderma aceti, die Essiggärung auslösender Pilz Die Essigmutter (auch Essigkahm oder Essigpilz) ist eine gallertartige, Fäden ziehende Masse aus Essigsäurebakterien (Acetobacteraceae), die sich bilden kann, wenn Wein oder andere leicht alkoholhaltige Flüssigkeiten längere Zeit offen stehen gelassen werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Essigmutter, gesehen am 03.05.203). - Erreger der Gärung ist der Essigpilz Mycoderma aceti (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Gärung).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied

  • Essigsteuer f. Verbrauchssteuer auf Essig und Essigsäure Im Rahmen der Wirtschaftsabgaben hatte die Branntweinsteuer neben der Essigsteuer den geringsten Ertrag gebracht (Kersting, Steuerwiderstand und Steuerkultur, 2006). -Essigsteuer, eine innere Verbrauchsteuer auf Essig und Essigsäure (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied

  • Essigdampf m. Dampf aus Essigessenz Das Blei ist somit den Essigdämpfen und Kohlenstoffdioxid ausgesetzt und wird durch die Fäulnisprozesse im Mist auf einer konstanten Temperatur gehalten (https://de.wikipedia.org/wiki/Bleiweiß, gesehen am 03.05.2013). - Sehr gut ist es, Essigdämpfe auf von Motten befallene Möbel einwirken zu lassen, da die Wirkung der Dämpfe die Raupen vertreibt und ein mehrmaliges Wiederholen des Verfahrens sicher die unliebsamen Gaste verjagt (Die Landfrau, 20.06.1925).
  • Essigdunst m. Dunst aus Essigessenz Essigdunst wolkte über meinem Gesicht, und der gewaltsam eingeflößte Schnaps brannte wie Feuer in meiner Kehle (Berger, Tage wie schwarze Perlen, 1989). - Er meint, daß der aus den Gefäßen aufsteigende Essigdunst durch die Fühler aufgenommen wird und zur Ernährung dieser Tiere dient (Zentralblatt für Bakteriologie, Parasitenkunde, Infektionskrankheiten und Hygiene 9, 1902).
  • Essiggeruch m. Geruch nach Essig Über den Boden fingern speckige Wurzeln, verrotten fleischige Blätter, gärende Mangos verströmen Essiggeruch (Berliner Zeitung, 19.09.1998). - Die Mäuse mit dem Essiggeruch wurden anstandlos erbeutet und nachher in der üblichen Weise verschlungen (Behaviour 1, 1947).
  • Essigmaß n. Maßeinheit für Essig Barril, älteres Wein- und Essigmaß in Portugal, à 18 Almudes = 301,32 Lit. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Barril).

Bedeutung "essigsaure Flüssigkeit", adjektivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Hinterglied

  • essigrot gelbrot wie Essig Tiefroter S[pinell] kommt auch als Rubinspinell, licht rosenroter (mit einem Stich ins Bläuliche) als Balais, Rubinbalais (Balasrubin), violetter als Almandinspinell und gelb roter (essigroter) als Rubicell (Essigspinell) in den Handel (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Spinell).