Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Essig m.
Gen. Sg. Essigs
Nom. Pl. Essige

VAL: evalutive Attribute (Attribute zur subjektiven Einschätzung)

  • guter EssigFür 8,90 Euro gibt es beispielsweise Salat mit gutem Essig und Öl, Spaghetti mit Tomaten, Speck und (knapp dosierten) Pfifferlingen, ein Glas Wasser und einen anständigen Espresso (Der Tagesspiegel, 23.06.2002). - für Salate sollte stets nur der beste Essig verwendet werden (Schwarz, Gepflegte Gastlichkeit, 1967).
  • schlechter EssigAlle schätzen die besondere Note, die ein guter Essig ihren Gerichten verleiht - schlechter Essig würde sie verderben (Der Tagesspiegel, 16.06.2002). - Die Samen, von pfefferartigem Geschmack, werden in Afrika wie im Orient als Gewürz benutzt, kamen schon sehr früh als kostbare Droge in die Mittelmeerländer, werden aber jetzt als Paradieskörner (Grana paradisi, G. Melegueta) nur noch selten als Zusatz zu Spirituosen und zur Schärfung schlechten Essigs angewendet (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Amomum).

MAT: materialbezeichnende Attribute

  • sauerer EssigDas Porenwasser wurde sauer wie Essig, es drohte die Zementwände der Bohrlöcher zu zerfressen (Die Zeit, 10.09.2009). - Was gaffst denn, Bamperlwirt? Schaug liaber, daß dir dei Essig net no saurer wird! (Christ, Die Rumplhanni, 1917).
  • scharfer EssigKalkreste mit scharfem Essig anfeuchten, mit klarem Wasser nachwaschen (Das Lexikon der Hausfrau, 1932).
  • starker EssigMan kann auch starken Essig anstatt des Salmiakgeistes nehmen (Oheim, Das praktische Haushaltsbuch, 1954).

KOM: Komitativattribute (Attribute zu Begleitumständen)

  • aromatischer EssigGewürzessig, s.v.w. aromatischer Essig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Gewürzessig).
  • warmer EssigTropf ihm Bilsensaft und warmen Essig darum, bis ihm der Schmerz entschläft (Kolbenheyer, Das Gestirn des Paracelsus, 1921).

REF: referentielle Attribute (Attribute zu Bezugsgrößen)

  • medizinischer EssigEssige, medizinische, tinkturenartige Präparate, die durch Digestion oder Maceration von Arzneistoffen mit Essig dargestellt werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).