Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Gauner m.
Gen. Sg. Gauners
Nom. Pl. Gauner

Mit 'Gauner' als Subjekt

  • sich gegenseitig ausnutzenHier nutzen sich häufig Gauner gegenseitig aus und das so schamlos, so gigantisch und offen, daß man aus dem Staunen nicht herauskommt. (Brief von Kurt Tucholsky an Mary Gerold-Tucholsky vom 24. Mai 1918, S. 11153).
  • beschlagnahmenEs handelt sich immer um einen echten Hundertmarkschein, den die Gauner für falsch erklären und beschlagnahmen. (Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe) 02.02.1933).
  • Geld für falsch erklärenEs handelt sich immer um einen echten Hundertmarkschein, den die Gauner für falsch erklären und beschlagnahmen. (Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe) 02.02.1933).
  • als Gauner geltenDer galt als »alter Gauner, aber anständiger Kerl«, als einer von denen, die sich das Butterbrot immer auf beiden Seiten geschmiert haben. (Weiskopf, Franz Carl, Cimbura oder der Traum eines Friseurs, in: Hermann Kesten (Hg.), 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig [u.a.]: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 167-195, S. 82).
  • ins Loch kommenJe eher der Gauner ins Loch kommt und i mein Geld zurückkrieg, um so besser. (Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe) 19.03.1940). ins Gefängnis kommen
  • den Würfel legenEr hatte mir erzählt, daß die Gauner im Friedrichshain den Würfel legen können. (Berneburger, Cordt [d.i. Thomas Brussig], Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Verl. 1991, S. 133). Würfel spielen
  • Bücher schreibenDiese Gauner schreiben bereits dicke Bücher über die Feldherren der Vergangenheit. (Archiv der Gegenwart, 12, 1942).
  • mit gezeichneten Karten spielenDiese Gauner, die mit gezeichneten Karten spielen, lassen ihre verschleppten Opfer zunächst gewinnen. (Friedländer, Hugo, Der Klub der Harmlosen, in: ders., Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung Band 7, Berlin: Barsdorf 1912, S. 2616). falsch spielen
  • sich hinter dem Gesetz versteckenEin Gauner, Herr, der sich hinter dem Gesetz versteckte. (Strittmatter, Erwin, Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 19). Betrügereien so einrichten, dass sie nicht durch das Gesetz belangt werden können

Mit 'Gauner' als Objekt

  • bestrafenIch werde dir schon zeigen, wie unter meiner Verwaltung die Gauner bestraft werden! (Auerbach, Erich, Mimesis, Bern: Francke 1946, S. 64).
  • jemanden als Gauner bezeichnenZeuge: Bujes hat mir Briefe geschrieben, in denen er Niemela als Gauner und Schurken bezeichnet hat. (Friedländer, Hugo, Der König der Spieler Rudolf Stallmann und Genossen auf der Anklagebank, in: ders., Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung Band 10, Berlin: Barsdorf 1913, S. 3827).
  • ertappenEs ging um mehr als das Ertappen eines Gauners. (Klepper, Jochen, Der Vater, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1937, S. 39).
  • Gaunern in die Hände fallenVors.: Herr Untersuchungsrichter, es handelt sich nun noch darum, daß der Zeuge v. Stosch behauptet, er sei durch Sie zu der Ansicht gebracht worden, daß er Gaunern in die Hände gefallen sei. (Friedländer, Hugo, Der Klub der Harmlosen, in: ders., Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung Band 7, Berlin: Barsdorf 1912, S. 2774).
  • (nicht) trauenAuch mir schienen die Figürchen aus Fragmenten zusammengesetzt und ergänzt, ich riet daher Curtius, dem Gauner nicht zu trauen. (Bode, Wilhelm von, Mein Leben, 2 Bde, Berlin: Hermann Reckendorf GmbH, 1930., S. 10493).
  • überlistenDer Kluge wird seiner starken Tierseele inne, mag mit seinen Freunden nicht zugrunde gehen, bildet die Gruppe der Bremer Stadtmusikanten, führt sie in die Räuberhöhle, überlistet die Gauner dort, will aber wieder nach Haus. (Adorno, Theodor W., Minima Moralia, Berlin [u.a.]: Suhrkamp 1951, S. 109).
  • verhaftenDer Schlosser wandte sich an einen Schutzmann, der den frechen Gauner verhaftete. (Friedländer, Hugo, Massenmörder Hugo Schenk und Genossen vor einem Wiener Ausnahmegerichtshof, in: ders., Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung Band 9, Berlin: Barsdorf 1913, S. 3452).