Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Getränk n.
Gen. Sg. Getränkes, auch: Getränks
Gen. Pl. Getränke

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied

  • Getränkeflasche f. Flasche für Getränke Das bekannte, an Bord viel verwendete Mittel, die Getränkeflaschen in angefeuchteten Strohhüllen oder Säcken in den Zug zu hängen, führt im allgemeinen an den tropischen Küsten zu keiner beträchtlichen Abkühlung (Plehn, Die Kamerun-Küste, 1898). - Es giebt dieses Rohr einen grossen Nutzen, weil die Indianer davon nicht nur ihr Brod und Nahrung haben können; sondern auch Töpffe, um Reiß darinne zu kochen, davon machen, wie auch Eymer und Gefässe zum Wasser-Schöpfen, Wein und andere Getränck-Flaschen, Toback-Pfeifen, Schreib-Federn ja auch Musicalische Instrumenten (Weinmann, Phytanthoza-Iconographia, 1737).
  • Getränkekiste m. Kiste für die Aufbewahrung und den Transport von Getränkebehältern Die Getränke-Kiste liess der König, wie Bedéra erzählte, ohne weiteres in sein Wohnhaus bringen (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1880).
  • Getränkekrug m. Krug für Getränke urceus s., Gefäss, Getränke-Krug (Gengler, Germanische Rechtsdenkmäler, 1875).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied

  • Getränkeautomat m. Verkaufsautomat für Getränke Getränke-Automat, in Form eines Fasses, bei welchem nach Einwurf eines Geldstückes und Drücken auf einen Knopf sich die vorher in einem Eintheilungsbassin angesammelte Flüssigkeit durch einen Hahn in ein darunter stehendes Glas entleert (Patentblatt, 1898).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied

  • Getränkekellner m. für die Getränke zuständiger Kellner In jedem Speisezimmer warten verschiedene Speisekellner und Getränkekellner auf (Stehlik, Meyers Reisebücher: Wien, Führer durch die Kaiserstadt, 1873).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied

  • Getränkelieferant m. (1) jemand, der Getränke ausliefert es war nach letzterer Verordnung jeder Weinhändler und Wirth, dann jeder Fuhrmann oder Getränkelieferant verpflichtet, sich allein nach Wiener Eimer abgeaichter Geschirre zu bedienen (Rottleuthner, Die alten Localmasse und Gewichte nebst den Aichungsvorschriften bis zu Einführung des metrischen Mass- und Gewichtssystems, 1883).
  • Getränkeverkäufer m. jemand, der Getränke verkauft Wirklich kaum am Lande ausgestiegen, wurden wir schon halb zerrissen und von solchen überfallen, die ihre Dienste als Führer, Eseltreiber, Kutscher, Getränkeverkäufer und alles mögliche Andere anboten (Wedewer, Eine Reise nach dem Orient, 1877). - Jeder Getränkverkäufer, welcher nach verflossener Zeit, für welche das Patent ausgestellt wurde, nicht sogleich ein anders nehmen wird, soll mit einer Busse von 50 Franken für das erste mal, und im Wiederbetretungsfalle mit der doppelten Strafe belegt werden (Neues helvetisches Tagblatt, 1799).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied

  • Getränkeaufnahme f. das Trinken, Aufnehmen von Getränken Ganz aufgehobene Futter- und Getränkeaufnahme ist vorübergehend ein Zeichen von Magenschmerzen und Ueberladung desselben (Prinz, Allgemeine Krankheits- und Heilungslehre der Hausthiere, 1830).
  • Getränkeaufwand m. Aufwendung an Getränken Vom königlichen Hofe verbreitete sich der Speise- und Getränkeaufwand, mit dem selbstverständlich die Kochkunst Hand in Hand ging, an die kleinen Höfe der Fürsten und Edelinge (Götzinger, Reallexicon der Deutschen Altertümer, 1885, s.v. Mahlzeiten).
  • Getränkeausschank m. das Ausschenken von GetränkenFerner muß er sich ganz der Hauses-Polizei-Ordnung und besonders darin unterziehen, daß er während des Gottesdienstes in Hause keinen Getränke-Ausschank unternehmen, noch weniger aber zum Singen oder Lärmen Anlaß gäbe (Hübler, Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee, 1822). - Leutgeben, das ist, unberechtigter Getränkeausschank, sc. ist verbothen (De Luca, Politischer Codex, 1790).
  • Getränkebereitung f. das Zubereiten von Getränken 2) Vorschrift zu Bereitung zusammengesetzter Mittel zum häuslichen Gebrauch, wie z.B. zur Speise- u. Getränkebereitung, od. sonst zu technischen Zwecken, zur Färberei etc. (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Recept).
  • Getränkeentziehung f. Entzug von Getränken, Trinkverbot Nahrungs- und Getränke-Entziehung bringt beim Lebenden ein Gefühl von Hunger und Durst, von Leere in der Magengegend, Spannen, Ziehen, Kollern und Schmerz im Unterleibe hervor (Böcker, Memoranda der gerichtlichen Medicin, 1854).
  • Getränkelieferung f. das Anliefern von Getränken Die Licitation der Victualien und Getränke-Lieferung, dann die Reinigung der Kranken-Leibes-Wäsche, für das hiesige k. k. Militär-Spital im Mil.-Jahr 1843/44 wird am 25. August 1843 im benannten Spitals-Gebäude u. z. Vormittags 9 Uhr abgehalten werden (Bregenzisches Wochenblatt, 1843).
  • Getränkemaß n. Maßeinheit für Getränke als Getränkemaß hält das Weinfaß 4 Eimer, 128 Pinten, 512 Seidel, 1 Pinte = fast 14/5 Berliner Quart (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Böhmen [1]). - Getränkemaß. Das Faß Wein wird nach der Anzahl von Eimern berechnet, die es enthält (Hübner, Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg, 1793).
  • Getränkmaß n. Maßeinheit für Getränke Stübchen heißt ein im Nordwesten Deutschlands und in Dänemark übliches Getränkmaß, welches jedoch an den verschiedenen Orten verschiedene Größe hat (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1841, s.v. Stübchen). - Firkin, oder Barillet, ist ein englisches Getränk-Maß (Krünitz, Oekonomische Encyklopädie, 1786, s.v. Firkin).
  • Getränkeverkauf m. das Verkaufen von Getränken Kluger, Franz Carl, Specereywaaren- und Getränke-Verkauf (Allgemeiner Handels-, Gewerbs- und Fabriks-Almanach für den österreichischen Kaiserstaat, 1848). - Lebensmittel und Getränke Verkauf (Roth, Geseze für das Königreich Böheim, 1786).
  • Getränkevorrat m. Vorrat an Getränken Man macht bei einem Gelag den Wirth lens, wenn man seine Getränkevorräthe erschöpft. (Stürenburg, 134b.) (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1873, s.v. lens).
  • Getränkezubereitung f. das Zubereiten von Getränken Für Hausfrauen. Das Kaffeekochen gilt zwar gemeinhin als der sogenannte grobe Buchstabe in der Kochkunst; allein es ist dieses eine ganz irrige Auffassung; denn es gibt kaum eine Getränkezubereitung, die so viel Feinheiten in der Behandlung erheischt, als dies bezüglich der Bereitung des Kaffees der Fall ist (Freisinger Tagblatt, 1868).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied

  • Getränkeabgabe f. (2) auf Getränke erhobene Abgabe Das Gesetz über die Getränkeabgabe vom 8. Februar 1819 regelte auch die Besteuerung des im Inlande gewonnenen Weines (Cohn, System der Finanzwissenschaft, 1889).
  • Getränksabgabe f. auf Getränke erhobene Abgabe Die Getränks-Abgabe beträgt 10 % von allem ausgewirtheten Getränke ohne Unterschied (Schweizerische Monaths-Chronik 5, 1820).
  • Getränkesteuer f. auf Getränke erhobene Steuerabgabe Man glaubte aber, alle diese Getränkesteuern, anstatt wie angezeigt, in allgemeinen Aversalsätzen besser erheben zu können (Baumstark, Kameralistische Encyclopädie, 1835).
  • Getränksteuer f. auf Getränke erhobene Steuerabgabe Eine Getränksteuer lässt sich leicht hereinbringen, indem man die Masse etwas kleiner macht (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1867, s.v. Flasche). - Außer dem oberwähnten Certifikat seiner Munizipalität muß der Bittsteller auch noch von dem Einnehmer der Getränkesteuer ein Attestat beyfügen (Der schweizerische Republikaner 3, 1799).
  • Getränketarif m. offizieller Preis für Getränke die Gastwirthe, welche zur Aufnahme von Auswanderern sich erbieten, haben sich einem polizeilich bestimmten Speise- und Getränketarif etc. zu unterziehen (Jodlbauer, Wirthschaftliche Wandernotizen, 1858).

Bedeutung "Trank", substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied

  • Getränkesorte f. Sorte von Getränken da überdies die Trinkstube nebenan Rauchwolken des schlechtesten Tabaks vermischt mit den Pestdünsten abscheulicher Getränkesorten durch alle Fugen und Ritzen ausschwitzte, so fand sich Moorfeld wenig eingeladen, das wirthliche Dach dieses Hauses zu beschreiten (Kürnberger, Der Amerika-Müde, 1855). - Accise-patents, vom 9. July Nachtrag, wegen des von den Getränksorten zu entrichten kommenden Accis-Gefölls (Handbuch der kaiserl. königlichen Gesetze, 1786).