Grammatik-Angaben

Nom. Sg. getrank stn., auch: m.Item / dieselbige Person hette einem / gewisser Vrsachen halber / einen Getranck / oder Gekochts zugebracht / vnd derselbige darauff so baldt erlähmet / erkrūmet / daß er Gifft bey sich habe / beklaget / die Person / so es jhm gegeben / dessen beschuldiget / vnd darauff verstorben were: Darvon auch nurrendt ein Gezeuge aussagte (Bodin, De Magorum Daemonomania, 1591).
Gen. Sg. getrankes
Gen. Pl. -

VAL: evalutive Attribute (Attribute zur subjektiven Einschätzung)

  • gutDa hett derselb Mann ein Wonheit, das er des Jares eins sein Nachburen zu Gast het unnd thet ihn den gütlich mit Kost und mit Wein und mit dem besten Getränck (Bote, Dil Ulenspiegel, 1510-11).
  • kostlichAlso ward die maltzeitt gar kostlich vnd wol berait vnnd als alle ding zugericht waren, kam der künig mit graffen vnd herren vnd ward die malzeit reichlich volbracht mitt kostlichem getranck vnd manigerlay trachten von essen (Fortunatus, um 1490).

PHY: physikalische Attribute (Attribute zur Physis)

  • kaltDem Winter begegnet man mit warmen stuben vnd heltzen. Die hitz des Sommers temperiert man mit schatten der bäum vnd kaltem getränck (Egenolff, Sprichwörter - Schöne - Weise Klugredenn, 1552).
  • starkmit hunger hat er mich austriben, / wan bei solch ringem trank und speis / ist gar nicht zu bleiben mein weis, / dieweil Bachus mein vatter ist, / der mich gebar vor langer frist / durch gute bißlein, stark getrank, / allem wollust und müßiggank (Hans Sachs, Der zipperlein und die spinn, 1545). - vnd sant die alt künigin bald nach irem doctor in der artzeney, hyeß ir ain starck getranck machen, haißt mandollis, ist ain getranck, so bald man es trinkt, entschlaft ain mensch, als ob es tod sey, syben oder acht stund (Fortunatus, um 1490).