Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Hals, der
Gen.Sg.Halses
Nom.Pl. Hälse; auch: Hälser
 

Bedeutung "Hals", substantivisches Determinativkompositum mit Materialbezeichnung als Vorderglied

  • AlabasterhalsEr berührte zuweilen einen Alabasterhals (Paul de Kock, Heinrich Elsner: Gustav oder der Bruder Liederlich, Band 1, Stuttgart&Leipzig: Rieger, 1837 : 48). m. Hals so weiß wie Alabaster

Bedeutung "Hals", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • LilienhalsO Rosa, ich werde es nie, nie vergessen; diesen weißen Busen und diesen zarten Lilienhals, die schlanken Seiten und die blendend weißen Schenkel, alles im schönsten Ebenmaaße, in einer grünen Dämmerung die mediceische Venus vor mir, indem vor dem Fenster das grüne Weinlaub zitterte, und einen Flimmerschein durch das Gemach warf. (Tieck, Ludwig: William Lovell. Bd. 2. Berlin u. a., 1796, nach DTA). m. schlanker, weißer Hals (einer Frau)

Bedeutung "Hals" substantivisches Determinativkompositum mit gesundheitsgefährdender Materiebezeichnung als Vorderglied

  • Gifthalsalso eröffnete er ... den gantzen giffthals des drachens (Kuhlmann, Geschichtherold (1673) 21, nach DWb). m.mit Gift gefüllter Hals eines Drachen

Bedeutung „Hals“, substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung im Vorderglied

  • GänsehalsSein langer Gänsehals - seine schwarzen Feuerwerfenden Augen hm! hm! - sein finsteres überhangendes buschichtes Augenbraun. (Schiller, Friedrich: Die Räuber. [Stuttgart], Frankfurt u. a., 1781, nach DTA). m. Hals wie der einer Gans
  • KamelhalsMir ist immer die Aehnlichkeit des Kameelhalses mit dem des Straußes aufgefallen, und die Türken nennen diesen Deve-Kusch, "Kameel-Vogel". (Moltke, Helmuth Karl Bernhard von: Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 bis 1839. Berlin u. a., 1841, nach DTA). m. Hals eines Kamels
  • KranichhalsZwei Kranichhälse werden abgezogen, auf Stöcken getrocknet und wie Hörner auf der Kopfhaube befestigt. (Brehm, Alfred Edmund: Illustrirtes Thierleben. Bd. 4. Hildburghausen, 1867, nach DTA). m. Hals eines Kranichs
  • Pferd(e)halsWenn man dichten könnte was sich nicht mit einander reimet, so könnte mans auch keinem Mahler verübeln, wenn er auf einen Pferdehals einen Menschenkopf setzen, Flügel anfügen und endlich einen Fischschwantz dazu mahlen wollte: (Gottsched, Johann Christoph: Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen. Leipzig, 1730, nach DTA). m. Hals eines Pferds
  • SchlangenhalsDieses Ungeheuer hat zwölf unförmliche Füße und sechs Schlangenhälse, auf jedem derselben grinst ein scheußlicher Kopf mit drei dichten Reihen von Zähnen, die sie flätscht, ihre Opfer zu zermalmen; halb ist sie einwärts in die Felskluft hinabgesenkt, ihre Häupter aber streckt sie schnappend aus dem Abgrunde hervor und fischt nach Seehunden, Delphinen und wohl auch größern Thieren des Meeres. (Schwab, Gustav: Die schönsten Sagen des klassischen Alterthums. Bd. 3. Stuttgart, 1840, nach DTA). m. Hals einer Schlange
  • SchwanenhalsEs war ein Schimmel, und hatte einen sehr dicken Schwanenhals, war im Ganzen schön proportionirt und gebildet; sein Fell und die Haare waren fein und zart. (Lavater, Johann Caspar: Physiognomische Fragmente, zur Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe. Bd. 3. Leipzig u. a., 1777, nach DTA). m. ein Hals wie der eines Schwanes
  • SchweinshalsDieses Pferd hat einen Schweinshals, und ist steif von Schultern, so versuche man solches zu assoupliren, und mit der Camarra und Schleiffzügeln zu biegen und Souple zu machen. (Trichter, Valentin: Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-Lexicon. Leipzig, 1742, nach DTA). m. ein Hals wie der eines Schweines
  • SeitenhalsBei jungen Vögeln sind die Schultern und Oberflügeldeckfedern, ein Streifen über die Mitte der Unterbrust und des Bauches, die Krause, der Bürzel, der Steiß und die Steuerfederenden stahlgrau, der Hinter- und Vorderhals, die Brust, die Bauchseiten und die Schwingen aber schwarzbraun, die Federn der Schenkel grau und schwarz gescheckt, die wolligen Federn der Krause grau, die Steuerfedern gänsegrau, die Federn des Seitenhalses braun geschäftet und gespitzt. (Brehm, Alfred Edmund: Illustrirtes Thierleben. Bd. 3. Hildburghausen, 1866, nach DTA). m. Seitenpartien bei Vögeln
  • TaubenhalsDies folgte aus seiner Lehre von den Atomen, die er ungefärbt annahm, und Lukrez führt zur Erläuterung davon die Farben der Taubenhälse und Pfauenschwänze an. Aristoteles (De mente L. II. c. 7.) sagt, Licht sey das Durchsichtige, Farbe, was das Durchsichtige in Bewegung setzt. Seneca (Quaest. natur. L. I. c. 7.) bemerkt, daß das Licht der Sonne, wenn es durch ein eckigtes Stück Glas fällt, alle Farben des Regenbogens spiele. (Gehler, Johann Samuel Traugott: Physikalisches Wörterbuch, oder, Versuch einer Erklärung der vornehmsten Begriffe und Kunstwörter der Naturlehre. Bd. 2. Leipzig, 1798, nach DTA). m. Hals einer Taube

Bedeutung „Hals“, substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied

  • BlähhalsDa er nun die Wawerle freite, war er der Jüngste nicht mehr und 'hatte schon lange seinen Abschied, weil der Blähhals in einen ordentlichen Kropf überging und sich durchaus nicht langer in das knappe schwarze Halsbindel einzwängen lassen wollte. (Holtei, Karl von: 's Muhme-Leutnant-Saloppel. In: Deutscher Novellenschatz. Hrsg. von Paul Heyse und Hermann Kurz. Bd. 12. 2. Aufl. Berlin, [1910], S. 195–231, nach DTA). m. Kropf
  • SchimmerhalsJetzt, als die Stunde ausgeschlagen hatte, stieg ich aus dem Kasten auf das Gesimse und hing mich an den Strick --, und als ich am zweiten Tag wieder zum Bewußtsein kam, sah ich mich wieder im Gefängniß mit Kopfschmerz und Kopfwunden und einem Bruch des Schenkelhalses. (Treitschke, Heinrich von: Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert. Bd. 4: Bis zum Tode König Friedrich Wilhelms III. Leipzig, 1889, nach DTA). m. glänzender Hals von Tauben

Bedeutung „Hals“, substantivisches Possessivkompositum mit Körperteilbezeichnung im Vorderglied

  • SchwartenhalsIch kam vor einer Frau Wirthin Haus, Man fragt mich, wer ich wäre, Ich bin ein armer Schwartenhals, Ich eß und trink so gerne. (Arnim, Achim von; Brentano, Clemens: Des Knaben Wunderhorn. Bd. 1. Heidelberg, 1806, nach DTA). m. Bettler, Landstreicher
  • Speckhals... wenn ich erwäge, daß namentlich, der abgezehrte Voltäre, der Speckhals Vitellius, der ernste Rousseau, die holdselige Niobe ... (Musäus, Johann Karl August: Physiognomische Reisen. Bd. 4. Altenburg, 1779, nach DTA). m. Mensch mit dickem Hals

Bedeutung "Hals", substantivisches Possessivkompositum mit Berufsbezeichnung als Vorderglied

  • DiebshalsWo meinstu Diebshals dann/ daß du auff den Abend fressen wöllest? (Melander, Otto: [Joco-seria] Das ander theil dieses Schimpff vnd Ernsts. Bd. 2. Lich, 1605, nach DTA). m. diebischer Mensch

Bedeutung „Hals“, substantivisches Possessivkompositum mit Abstraktum im Vorderglied

  • GeizhalsDer Geitzhals weil er lebt thut keinem Menschen gut.( Neumark, Georg: Poetisch- und Musikalisches Lustwäldchen. Hamburg, 1652,nach DTA). m. geiziger Mensch
  • NeidhalsDaß die mehrfachen dynastischen Verbindungen heutzutage nicht Alles vermögen, daß Umstände und Rücksichten zuweilen überwiegen, sind die Klügeren wohl so billig einzusehen; allein gerade gegen Preußen sind jene kleinlichen Vorurtheile am stärksten gerichtet, sey es, daß man es, als vermeintlich seinesgleichen, am meisten beneidet (wogegen Goethe sagen würde: "der schlimmste Neidhals ist in der Welt, wer jeden für seinesgleichen hält"), sey es auch, weil andere Erinnerungen demüthigen, wie z. B. die Einnahme von Amsterdam gegen die Patrioten, nicht weniger als die unbequeme Dankbarkeit für 1813-1815, wie bei England. (Allgemeine Zeitung. Beilage zu Nr. 146. Stuttgart, 25. Mai 1840, nach DTA). m. neidischer, gieriger Mensch

Bedeutung „Hals“, substantivisches Possessivkompositum mit verbalem Vorderglied

  • ErzschabhalsWeil ich all mein lebtage gern um solche erzschabehälser gewesen. (Johann Beer, Jucundus Jucundissimus, 1650 (dtv Klassik 1984) 128). m. Gierrachen; Person, die den Hals nicht voll genug kriegen kann
  • SchreihalsWie du schon in der Wiege, Als kleiner Schreihals, Dich in den schwierigsten Rhythmen geübt Und später als fünfzehnjähriger Dandy Krampfhaft höhere Töchter besungen Und pralineenaschend hyperplatonisch Für Zuckerwasser und Mondschein geschwärmt, (Holz, Arno: Das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen. Zürich, 1886, nach DTA). m. Person, meist Kind, das laut schreit

Bedeutung „Hals“, substantivisches Possessivkompositum mit Tierbezeichnung im Vorderglied

  • HirschhalsJch habe zwey herrliche Reitklepper für Sie ausgesucht: einen Hirschhals und einen Sauhals (Musäus, Johann Karl August: Physiognomische Reisen. Bd. 1, 2. Aufl. Altenburg, 1779, nach DTA). m. besondere Pferdeart mit einem Hals wie ein Hirsch
  • SauhalsJch habe zwey herrliche Reitklepper für Sie ausgesucht: einen Hirschhals und einen Sauhals (Musäus, Johann Karl August: Physiognomische Reisen. Bd. 1, 2. Aufl. Altenburg, 1779, nach DTA). m. besondere Pferdeart mit einem Hals wie ein Schwein

Bedeutung „Hals“, substantivisches Possessivkompositum mit adjektivischem Vorderglied

  • DickhalsSo war sie vollends wieder in ihrer Ordnung, und eifriger als noch nie, dem Dickhals zu dienen, und Arners Wesen mit ihren beyden Händen unter über sich zu kehren. (Pestalozzi, Johann Heinrich: Lienhard und Gertrud. Bd. 4. Frankfurt (Main) u. a., 1787, nach DTA). m. Mensch mit einem dicken Hals (einen dicken Hals habend)
  • FreihalsDer Stand der Freien, Freihälse, Frilinge, im Gegensatz zum Unfreien einerseits, zum Edelfreien andrerseits auch Kärle, Kerle genannt, bildete die breite Masse des Volkes. (Brunner, Heinrich: Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. 1. Leipzig, 1887, nach DTA). m. Freier Mensch (einen freien Hals habend)
  • LanghalsEndlich were Pasewalck fast durch Verrätherey übergegangen; Denn es waren zweene Einwohner daselbst aus der Marck bürtig die Langhälse genant: (Micraelius, Johann: Drittes Buch Deß Alten Sächsischen Pommerlandes. Bd. 3, 1. Stettin, 1639, nach DTA). m. neugierige, verräterische Person; Denunziant (einen langen Hals habend)

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung im Vorderglied

  • BlasenhalsDenn es läuft der Leberporus mit dem Gallenblasengange durch aneinander hängende Graden entweder zu nächst am Gedärme , oder mit mehrern Aesten und oberwärts wie im Menschen, und in den Blasenhals , und endlich in den Körper derselben selbst, entweder selbst zusammen, oder er senket einen, oder mehrere Aeste dahinein. Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 6. Berlin, 1774, nach DTA). m. enge Stelle des Harnleiters
  • GebärmutterhalsOb gleich der berühmte Röderer glaubt, daß die Frucht bereits am funfzehnten Tage den Gebärmutterhals in die Scheide herabstosse, und also der innere Muttermund dem äussern natürlichen Zugange der Schaam um etwas näher komme , so glaube ich doch nicht, daß das Ei, welches nicht viel über einen Zoll gros ist, die Gebärmutter aus ihrer Stelle merklich verrükken könne; und ich habe es nicht erfahren, als ich es versuchte. (Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 8. Berlin, 1776, nach DTA). m. schmaler Teil der Gebärmutter
  • Knochenhalsdie Behandlung muß meistentheils von solcher Beschaffenheit seyn, wie man sie, auch bei Fracturen des Trochanters unter dem Knochenhals anwendet, (Joseph Amesbury,Benjamin Bell: Bemerkungen über die Natur und Behandlung der Fracturen am obern Drittel des femur. Weimar 124). m. schmaler Teil des Knochens
  • KropfhalsDer alten Frau leuchtet der warme Hauch voll über Gesicht, Hals und Brust: ein Gesicht, abgemagert zum Skelett, mit Falten und Runzeln in einer blutlosen Haut, mit versunkenen Augen, die durch Wollstaub, Rauch und Arbeit bei Licht entzündlich geröthet und wässrig sind -- einen langen Kropfhals mit Falten und Sehnen, eine eingefallene, mit verschossenen Tüchern und Lappen verpackte Brust. (Hauptmann, Gerhart: Die Weber. Berlin, 1892, nach DTA). m. Hals mit Kropf
  • Mutterhals[Mutter als verkürzte Form des Wortes Gebärmutter] Schlaffes, zerrissenes oder ganz verschwundenes Hymen, schlaffere innerlich bräunlich gefärbte mehr mit Schleim überzogene große Schamlefzen, längere oder härtere ebenfalls bräunliche mehr hervorragende Nymphen, empfindlichere weniger bedeckte Klitoris, weitere Harnröhrenmündung, schlaffere weniger dicht gefaltete Scheide, tiefer stehender, oft auch mehr angeschwollener Muttermund und Mutterhals, etwas schlaffere Brüste, dunklere Warzen und etwas vermehrtes Volumen der Schilddrüse. (Carus, Carl Gustav: Lehrbuch der Gynäkologie. Bd. 1. Leipzig, 1820, nach DTA). m. schmale Stelle am unteren Ende der Gebärmutter; Gebärmutterhals
  • OberschenkelhalsDie Heftigkeit ihrer Bewegungen war daran Schuld, dass sie im October 1873 vom Stuhle fiel und sich eine Fractur des linken Oberschenkelhalses zuzog. (Wernicke, Carl: Der aphasische Symptomencomplex. Breslau, 1874, nach DTA). m. schmaler ober Teil des Oberschenkelknochens
  • SchenkelhalsJetzt, als die Stunde ausgeschlagen hatte, stieg ich aus dem Kasten auf das Gesimse und hing mich an den Strick --, und als ich am zweiten Tag wieder zum Bewußtsein kam, sah ich mich wieder im Gefängniß mit Kopfschmerz und Kopfwunden und einem Bruch des Schenkelhalses. (Treitschke, Heinrich von: Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert. Bd. 4: Bis zum Tode König Friedrich Wilhelms III. Leipzig, 1889, nach DTA). m. schmaler ober Teil des Schenkelknochens

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit Geräte(teil)bezeichnung im Vorderglied

  • KolbenhalsDa treten um 1560, vermutlich aus Italien kommend, die alten Musketenkolben auf, welche bereits einen etwas abwärts gebogenen Kolbenhals und ein Lager für den rechten Daumen (Daumengriff) besitzen, ferner rückwärts abgeplattet sind, um ein Anlegen an die Achsel zu erlauben. (Boeheim, Wendelin: Handbuch der Waffenkunde. Leipzig, 1890, nach DTA). m. schmaler Teil eines (Gewehr-)Kolbens
  • SpindelhalsDer Spindelkopf ist mit einem rechtwinkligen Schlitz versehen und ausserdem zur Aufnahme des Spindelhalses der Länge nach durchbohrt. (J. M. Palmer und C. A. Shaw's Webschütze. In: Dingler's Polytechnisches Journal (Hg. Johann Zeman), Jg. 1879/234, S. 370-371. Augsburg, 1879). m. schmaler Teil einer Spindel
  • TrichterhalsDie betreffenden Flüssigkeitstheile reissen sich deshalb los und springen durch den Trichterhals hoch über das ursprüngliche Niveau hinaus, während der Rest bedeutend unter demselben zurückbleibt und der Gesammtschwerpunkt nicht einmal das ursprüngliche Niveau von S erreicht. (Mach, Ernst: Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Leipzig, 1883, nach DTA). m. Hals, enge Stelle eines Trichters

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit Geschirrbezeichnung im Vorderglied

  • FlaschenhalsIn der Nähe erblickte er zu seinem Erstaunen, daß aus den Löchern des zerrissenen Mantels, den die Gestalt trug, Flaschenhälse hervorguckten. (Hoffmann, E. T. A.: Die Elixiere des Teufels. Bd. 1. Berlin, 1815, nach DTA). m. oberer, schmaler Teil der Flasche

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung im Vorderglied

  • GeigenhalsBehend kehrte aber der Geiger den Baß um und rannte damit - er hielt ihn am Geigenhals - wie mit einem Mauerbock auf den Pfeifer loß, wahrscheinlich um ihn um zurennen, (Paul, Jean: Flegeljahre. Bd. 2. Tübingen, 1804, nach DTA). m. oberer, schmaler Teil der Geige
  • LautenhalsStetinisch/ der Ramel von Wüsterwitz Affterlehenleute/ führen einen Lautenhals mit Werbeln im Schilde/ vnd zweene auff dem Helm. (Micraelius, Johann: Sechstes vnd Letztes Buch Von deß Pommerlandes Gelegenheit vnd Ein-Wohnern. Bd. 6. Stettin, 1639, nach DTA). m. Hals einer Laute

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit Gebäude(teil)bezeichnung im Vorderglied

  • KellerhalsDas Fenster öffnet sich, die Putzmacherin kriecht durch, steigt auf den Kellerhals, reicht Dir, dem Hinankletternden, die zarte rothe Hand im Handschuh - der Du sein möchtest, um ihre Wange zu küssen - und flüstert Dir fragend zu: (Glaßbrenner, Adolf: Der Weihnachtsmarkt. Aus: Berliner Volksleben. Band 1, S. 233–272. Leipzig, 1847, nach DTA). m. Gebäude um oder Dach über dem Kellereingang
  • SäulenhalsWo dieser letztere auftritt, an den Säulenhälsen am Architrav, an den Thüreinrahmungen: überall zeigt er leise Variirungen, deren jede eine gesonderte Besprechung verdiente, und die sich sämmtlich im Sinne des Gesagten erklären lassen. (Riegl, Alois: Stilfragen. Berlin, 1893, nach DTA). m. oberer, schmaler Teil der Säule

Bedeutung „schmale Stelle“, substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied

  • FüllhalsNehmet ein wenig braun Mehl, thut solches in einen Tiegel oder Casserole, giesset Brühe, Wein, auch Eßig darzu, und lasset es durch einander kochen; hierauff nehmet einen kleinen Trichter oder Füllhals, machet ein Loch oben in die Pastete und füllet die Brühe hinein, biß deren sattsam drinne ist, setzet solche wieder in Ofen, und lasset sie vollends gar backen. (Corvinus, Gottlieb Siegmund: Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon. Leipzig, 1715, nach DTA). m. trichterartige Stelle einer Wurstfüllmaschine; Trichter

Bedeutung "schmale Stelle", substantivisches Determinativkompositum mit Wuchsformbezeichnung als Vorderglied

  • WurzelhalsDabei kommen die Ausschlagsknospen aus den untersten Theilen des Stockes und aus den dickeren bloßliegenden Wurzelhälsen hervor, weshalb die Birken sehr tief gehauen werden müssen, wenn man Stockausschlag erzielen will. (Roßmäßler, Emil Adolf: Der Wald. Leipzig u. a., 1863, nach DTA). m. schmale obere Stelle an einer Wurzel"