Grammatik-Angaben

Nom. Sg. hals
Gen. Sg. halses
Nom. Pl. helse
 

verbale Ableitungen von 'Hals'

  • halsen, helsenmit armen dazs in umbeslôz: helsen, triuten wart dô grôz. (Virginal (VIR), Stanza 199, Zeile 4f., nach MhdBdb). umarmen
  • inthelsensi wurfin in mit zcu einem hut / vnd inthelstin si mit ir gut (Di tutsch kronik von Behem lant, Seite 527, Kapitel 87, Zeile 99f., nach MhdBdb). enthaupten
  • umbehelsenda behalset si den / hohesten stammen und wirt selber umbehalset von der heligen drivaltekeit (Das fließende Licht der Gottheit (FLG1), Band 4, Seite 133, Absatz 18, Zeile 48f., nach MhdBdb). umarmen
  • want-, winthalsendes tievels strît diche wanthalsen gît bôseʒ nîtbechen unt eitirgeʒ hechen (Wernher eines Geistlichen im XII. Jh. Gedicht zur Ehre der Jungfrau Maria [nach Hs. D], nach BMZ). den Hals drehen (wörtl. wende-halsen)

verbale Ableitungen von Komposita

  • halsbërgender ist vaste gehalsperget (wohl 1130/50; Hs. um 1170. Speculum Ecclesiae. Eine frühmhd. Predigtsammlung, nach Lexer). mit einen Brustpanzer ausstatten
  • halsbrëchendas erbrechen, vomere (Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur [Fassung I], nach Lexer). erbrechen
  • halsslagenKarl hiez im sîne hende ... binden, daz hâr si im ûz rouften, daz gewant sim abe slouften, si halsslageten in genuoc (Beleg von 1233, nach DRW s.v. halsschlagen). auf den Hals ohrfeigen
  • halsslegelônsiu sach in (Christum) halsslegelôn (Altdeutsche Predigten und Gebete, 12.-14. Jh., nach Lexer). ohrfeigen, misshandeln
  • halsstreichenund lie sich halsstreichin ir wîʒin nack sô weichin (Hugo von Langenstein: Martina. 1293, nach Lexer). ohrfeigen