Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Hüfte f.
Gen. Sg. Hüfte
Nom. Pl. Hüften
 

Bedeutung „Hüfte“, substantivisches Determinativkompositum mit Konkretum im Hinterglied

  • Hüftbein n. Knochen der Hüfte
  • Hüft(en)stück n. Lendenstück vom Rind oder (seltener) vom Schweindie hüftenstücke eines geschlachteten schweines. (BECKERS weltgesch. 1, 310, DWb s.v.).
  • Hüftgeflecht n. Verbindung der Lymphgefäße in der HüftgegendDas Hüftgeflecht oder Kreuzbeingeflecht oder untere Schenkelgeflecht [...] (Samuel Thomas von Sömmerring, Vom Baue des menschlichen Körpers, Bd. 4, 1841, S. 609).
  • Hüftgelenk n. Gelenk in der Hüftehiermit (mit dem stein) traf er Äneias am hüftgelenk, wo des schenkels / bein in der hüfte sich dreht, das auch die pfanne genannt wird. (Ilias 5, 305, DWb s.v.).
  • Hüftgewerbe n. Gelenk in der HüfteBÜRGER 224a, DWb s.v.
  • Hüfthorn n. Horn, das an der Hüfte hängtda war er (Capriccio) der muntere spürhund, der in einer schallenden jagd, die das hüfthorn bis in die abgelegensten dunkelnsten winkel der menschlichen kenntnisse ertönen läszt, das seltsamste wild aufjagt. (LESSING 6, 267, DWb s.v.). Vgl. auch Hifthorn n.
  • Hüftknochen m. HüftbeinSo ist die Holader jederzeit unter dem Zwerchfelle sehr weit : die Drosselader hat ihre zwiebelartige oder vielmehr breitere Hölung unten am Kopfe : Morgagni bezeuget , daß er die Kniekehlenader zwischen den Knöpfen des Hüftknochens breiter angetroffen habe. (Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 1. Berlin, 1759, nach DWDS).
  • Hüftkrümmung f. die obere Begrenzung des HüftbeinsDer absteigende oder linke Grimmdarm [...] ist das von der Milzkrümmung des Quergrimmdarms bis zur Hüftkrümmung ziemlich senkrecht verlaufende Stück des Dickdarmes. (Samuel Thomas von Sömmering, Lehre von den Eingeweiden ..., 1844, S. 105).
  • Hüftloch n. (Anatomie) eine große Öffnung in der oberen Gegend des Hüftbeins
  • Hüftmäuslein n. Muskel, der die Bewegung der Hüfte ermöglichtVgl.: Die Mäuse am hintern Schenckel; 55. Die Mäuse an der Lenden; 56. Die Mäuse der Hüffte; 57. Die Mäuse der hintern Hüfft; 58. (Fleming, Hans Friedrich von: Der Vollkommene Teutsche Jäger. Bd. 1. Leipzig, 1719, nach DWDS).
  • Hüftmesser m. längeres Messer, das in einer Scheide an der Hüfte getragen wirdDas erste Glied steckt das Hüftmesser zwei Schritte vor sich in die Erde, wirft sich aufs Knie und legt das Zündnadelgewehr darauf, um einen sichern Schuß zu haben. (Die Bayerische Presse. Nr. 46. Würzburg, 22. Februar 1850, nach DWDS).
  • Hüftmuskel m. Muskel, der die Bewegung der Hüfte ermöglichtJa es gehört keine geringe Kenntnis der Maler und Bildhauer, wenn sie lebendige Körper kopiren, dazu, das fleischige des Zweiköpfigen, des Deltamuskels, des geraden Hüftemuskels, des Gesäsmuskels, der Wadenmuskeln und der übrigen Muskeln, die bei jeder Handlung und den gebognen Gliedern vorkommen, regelmäßig und gründlich auszudrükken. (Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 5. Berlin, 1772, nach DWDS).
  • Hüftpfanne f. die weite und tiefe Höhle in dem Hüftbeine, welche das Haupt des Schenkelbeines aufnimmt, und auch nur die Pfanne schlechthin genannt wird (nach Adelung)STIELER 1433, DWb s.v.

Bedeutung "Hüfte", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum im Hinterglied

  • Hüftschmerz m. IschiasVgl. das Sprichwort An fremdem Hüftschmerz hinkt man nicht.
  • Hüftweh n. Hüftschmerz, IschiasWeil diß Kraut erwärmet und trocknet/ wird es innerliche Geschweren (Apostemata) zu eröffnen/ Monat-Zeit zu befördern/ Hüfftweh zu vertreiben/ nützlich gebraucht/ äusserlich in Wasser gekocht/ und faule Wunden damit abgewaschen/ bringt es dieselbe zur mercklichen Heilung. (Caspar Schröter [i. e. Hellwig, Christoph von]: Allzeitfertiger Hauß-Verwalter. Frankfurt (Main) u. a., 1712, nach DWDS).

Bedeutung „Hüfte“, adjektivisches Determinativkompositum

  • hüftenlahm lahm in den HüftenLezterer ging sehr bedachtsam und hüftenlahm einher, daraus ich die günstige Vermuthung zog, es drücke ihn eine schwere Bürde grobes Courant, welches ich mehrerer Bequemlichkeit halber in Gold umzusetzen beschloß. (Musäus, Johann Karl August: Physiognomische Reisen. Bd. 4. Altenburg, 1779, nach DWDS).
  • hüftlos ohne HüfteFRISCH 1, 473a, DWb s.v.