Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Kardamom m.
Gen. Sg. Kardamoms
Nom. Pl. Kardamomen

Bedeutung "Elettaria cardamomum oder Amomum subulatum"

  • Kardamomhülse f. Hülse der Kardamomfrucht Von Rinden und Hülsen werden erwähnt: Aralia, Aristolochia Kaempferi, Benincasa cerífera, Bambusrinde, Betelnusshülsen, Cassia lignea, Cercie, Cardamomhülsen, die Kapseln von Amomum amarum, Solanum melongena etc. (Jahresbericht über die Fortschritte der Pharmacie 27, 1894).
  • Kardamomenhülse f. Hülse der Kardamomfrucht Man muß diejenigen Cardamomenhülsen erwehlen, welche recht frisch sind, recht schwer, und recht voll (Lemery, Vollständiges Materialien-Lexicon, 1721, s.v. Cardamomum).
  • Kardamomöl n. Öl der Kardamompflanze Ein gutes wohlriechendes Wasser wird ferner auch erhalten, indem man 2 Pfd. 85-90 % Weingeist nimmt, 15 Tropfen Rosmarinöl, 15 Tropfen Cedernöl, 15 Tropfen Orangenblüthenöl, 30 Tropfen Bergamottöl und 5 Tropfen Cardamomöl hinzu mischt (Gerding, Die Gewerbe-Chemie, 1864). - darauf laß es fünf Tage in der Digestion stehen, hernach destillir es aus der Blasen, und sondere gewöhnlichermassen das Oel ab; und also werden auch destilliret Oleum destilatum Cardamomi, destillirt Cardamomöl (Woyt, Gazophylacium medico-physicum, 1761).
  • Kardamomenöl n. Öl der Kardamompflanze Durch die Destillation erhält man ein wesentliches Öl, Cardamomenöl (Ol. cardamomi); 1 Pfund gibt 5-6 Drachmen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Cardamomen). - Mit vielem glücklichen Erfolge legte ich auch auf die Karfunkel einige scharfe Oele, als destillirtes Nelken- Zimmt- Kardamomenöl, Balsam von Mekka u. s. w. (Samoilowitz, Abhandlung über die Pest, 1785).
  • Kardamomsamen m. Samen der Kardamompflanze Die Egypter sind grosse Liebhaber von reinem und starkem auf diese Weise bereiteten Kaffee, und thun selten Zucker dazu (nur zuweilen wenn sie unwohl sind), und niemals Milch oder Rahm, oft aber etwas Kardamomsamen (Lane/Zenker, Sitten und Gebräuche der heutigen Egypter, 1856). - Sobald es zu gähren anfängt, wirft man [...] Pimpinelle, Betonien, Majoran, Poley, wilden Thymian, von jeden eine halbe oder ganze Handvoll; 2 Händevoll Hohlunderblüthen, oder auch noch mehr; 30 Unzen gestoßenen Cardamomsamen; 1 Unze gestoßene Hagebutten, hinein (Krünitz, Oekonomische Encyclopaedie, 1784, s.v. Bier).
  • Kardamomensamen m. Samen der Kardamompflanze diese im Geschmack stark und brennend gewürzhaften, kleinen, braunen, eckigen Samen haben viele Aehnlichkeit mit dem Kardamomensamen (Jöcher, Vollständiges Lexikon der Waarenkunde in allen ihren Zweigen, 1840). - Die Gewürztinctur ist aber folgende: Man nehme von Zimmet sechs Quente, von den klein Cardamomensamen drey Quente, von langen Pfeffer zwey Quente, von Jugwer eben so viel von etwas schwachem Weingeist zwey Pfunde (Burserius von Kanilfeld, Anleitung zur Kenntnis und Heilung der Fieber, 1785).