Grammatik-Angaben

Nom. Sg. cardamom, kardemôme, kardamuome
Gen. Sg. -
Nom. Pl. -

Als Kardamom bezeichnet man zwei verschiedene, aber als Ingwergewächse (Zingiberaceae) botanisch verwandte, aus Südostasien stammende Gewürzpflanzen, den Grünen Kardamom (Elettaria cardamomum) und den Schwarzen Kardamom (Amomum subulatum). Beide werden als Gewürze verwendet, unterscheiden sich aber im Geschmack: der Schwarze Kardamom schmeckt eher herb und erdig und wird daher im Gegensatz zum Grünen Kardamom nicht in Süßspeisen und Backwaren verwendet. Von beiden Pflanzen werden die in Kapseln reifenden Samen benutzt, meist pulverisiert, sonst auch frisch gemörsert. Daher wird gelegentlich auch die Pluralform Kardamomen verwendet. Der Kardamom gehört zu den Luxusgewürzen (swâ man ûf den teppech trat, kardemôme, jerofel, muskât lac gebrochen under ir vüezen durch den luft süezen, Wolfram von Eschenbach, Parzival, 1200/1210, 790,1 ff.; der walt sich muoz gesinen, / daz al die boume werden gar behenget / mit kardamuomen und obz uz paradise, Der Jüngere Titurel, 3. Viertel 13.Jh.). ). Auch in naturkundlichen Texten wird er erwähnt (Cardamomum haizt cardamom, daz ist amomo geleich und ist ain staud, diu pringt ainen länkloten sâme, Konrad von Megenberg, Buch der Natur, um 1350). Im Alltag kann er weiter keine Rolle gespielt haben.